Zygovisti
Ziel dieser Website ist es, das Dorf Zygovisti vorzustellen – eine denkmalgeschützte, traditionelle arkadische Siedlung, eines jener kargen und doch malerischen Dörfer Gortynias…
Allgemeines
Zigovisti (auch Zygovisti) ist ein Bergdorf in der Präfektur Arkadien. Es liegt auf 1.160 Metern Höhe an den Hängen des Mainalo-Gebirges und ist eine der höchstgelegenen Siedlungen der Peloponnes. Das Dorf ist 5 km von Dimitsana entfernt und hat etwa 150 Einwohner. Um dorthin zu gelangen, biegt man auf halber Strecke der Straße Dimitsana – Stemnitsa links ab. Es wurde zur traditionellen Siedlung erklärt.
1927 erhielt das Dorf den Namen Zygos, der sich jedoch nicht durchsetzte: 1932 wurde der ältere Name wieder eingeführt.
Zygovisti ist eine denkmalgeschützte, traditionelle arkadische Siedlung – eines jener kargen und doch malerischen Dörfer Gortynias…
Zygovisti ist einen Besuch wert… Am Ortseingang kann man die Kirche Agios Nikolaos (1638) besuchen und im unteren Teil des Dorfes die Kirche Agios Ioannis Prodromos (1643). Am Rand der Siedlung stehen die Kirchen der Heiligen Apostel (1811) und des Agios Georgios (1897).
Schon am Ortseingang ist der Besucher beeindruckt! Dort empfängt ihn ein originelles Marmordenkmal: ein aufgeschlagenes Buch mit den Namen aller Freiheitskämpfer aus Zygovisti … von denen Kolokotronis einige in seine Leibgarde, das „Unsterbliche Korps“, aufnahm!
Auch hier in Zygovisti gibt es Quellen im Überfluss: den oberen, den unteren und den hinteren Brunnen, den Drakouna-Brunnen…
Das Dorf wurde um 1700 von der Familie Kontogiannis gegründet, die aus Messenien stammte. Die Umgebung ist von außergewöhnlicher Naturschönheit, vor allem der tannenbewachsene Hang der Klinitsa und die Schlucht des Flusses Lousios. In Zygovisti steht ein Marmordenkmal in Form eines aufgeschlagenen Buches, das den 200 „Unsterblichen“ aus Zygovisti gewidmet ist, die während der Revolution von 1821 die Leibgarde von Theodoros Kolokotronis bildeten. Nach dem Historiker Fotakos „hat der Feind nie den Rücken der Unsterblichen gesehen“. Am Rand des Dorfes, in einer Schlucht oberhalb des Lousios, liegt das Kloster Panagia Aimyalon.
Der Überlieferung nach wurden die drei Brüder von Kolokotronis, dem „Alten von Morea“, in der Weinpresse (Linos) des Klosters in eine Falle gelockt und getötet – womöglich nach dem Verrat eines Mönchs. Die Weinpresse wurde restauriert; neben ihr stehen drei Zypressen, die zum Gedenken an die gefallenen jungen Männer gepflanzt wurden.
Pausanias verortet Zygovisti in seinen „Arkadika“ beim Heiligtum der Artemis Kalliste und beim Grab der Kallisto! Erstmals besiedelt wurde der Ort von der Familie Kontogiannis, die 1608 nahe Zygovisti das Kloster Aimyalon gründete! Die Hauptkirche des Klosters wurde 1630 erbaut, die Hauptkirche des Dorfes, die Verklärung des Erlösers mit ihrer kunstvoll geschnitzten Ikonostase, im Jahr 1810 – und zwar in nur 40 Tagen! Auch das Gebäude der Kapodistrias-Schule von 1830 steht unter Denkmalschutz!
Das Dorf spielte in der Revolution von 1821 eine wichtige Rolle, denn seine Bewohner gehörten zu den Ersten, die sich Theodoros Kolokotronis anschlossen. Er setzte sie als seine Leibgarde unter dem Namen „Unsterbliches Korps“ ein: Ihnen zu Ehren heißt der zentrale Dorfplatz Platz der Unsterblichen (Athanaton); dort steht ein Marmordenkmal.
Geschichte